Globale Vorstandsinitiative für die Sicherheit „Xact“

Die Sicherheit aller Arbeitsprozesse genießt bei LANXESS höchsten Stellenwert. Unser 2011 gestartetes globales Sicherheitsprogramm „Xact“ verfolgt das Ziel, alle Mitarbeiter noch stärker für das Thema zu sensibilisieren und sich gemeinsam für die Verbesserung der Sicherheit im Konzern einzusetzen. Zentrales Gremium für die Überwachung des Programms ist das HSE-Council, dem neben zwei Mitgliedern des Vorstands fünf Business-Unit- bzw. Group-Function-Leiter angehören.

Nach zweijähriger erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen DuPont Sustainable Solutions (DSS) bei der Konzeption von „Xact“ implementieren wir das Programm seit Juni 2013 ohne externe Unterstützung.

Die zwölf internationalen „Corporate Sub-Committees“, deren Aufgabe in der Prüfung und Weiterentwicklung unserer globalen HSE-Standards lag, schlossen ihre Arbeit 2013 weitestgehend ab. Auf Basis der von ihnen erarbeiteten Ergebnisse machten wir im weiteren Verlauf des Jahres knapp die Hälfte unserer Mitarbeiter in einem ersten Schritt mit den sogenannten Kulturelementen unseres Arbeits- und Gesundheitsschutzes vertraut. An ausgewählten Standorten im Ausland begannen wir zudem, die Führungsebene zu schulen. Derzeit werden Schulungsunterlagen in den verschiedenen Konzernsprachen und unter Berücksichtigung der kulturellen Anforderungen in den verschiedenen Ländern aufbereitet.

Wichtige von den Corporate Sub-Committees erarbeitete Maßnahmen konzentrieren sich auf die Prävention und nachhaltige Vermeidung von Unfällen. Besonderen Wert legen wir dabei auf eine verbesserte Meldekultur. Seit 2013 erfassen wir auch „Beinahe-Ereignisse“ systematisch, um deren Ursachen analysieren und entsprechende Korrekturmaßnahmen umsetzen zu können. Eine weitere bedeutende Präventivmaßnahme ist die „Arbeitsplatzbezogene Sicherheitsanalyse“, die wir an allen deutschen Standorten durchführen. Erfahrene Mitarbeiter beurteilen dabei zusammen mit einer Sicherheitsfachkraft oder einem geschulten Betriebsmitarbeiter anhand eines Leitfadens, welche Arbeitsmittel und -abläufe unsere Mitarbeiter gefährden könnten und wie diese Gefährdungen zu vermeiden sind.

Auch mit Partnerfirmen möchten wir ein verbessertes gemeinsames Verständnis des Arbeitsschutzes erzielen und beziehen sie daher vermehrt in unsere Sicherheitskultur ein. So müssen unsere Partner beispielsweise nachweisen, dass sie ein eigenes Sicherheitsmanagement unterhalten und uns ihre Million-Arbeitsstunden-Quote (MAQ) offenlegen. Darüber hinaus erwarten wir, dass alle für uns tätigen Mitarbeiter bestimmte Sicherheitsschulungen durchlaufen haben. Zudem haben wir die persönlichen Sicherheitsunterweisungen, die wir für Mitarbeiter unserer Partnerunternehmen durchführen, um eine Erfolgskontrolle des Gelernten ergänzt.

Unfälle und Ereignisse erfassen Mithilfe eines weltweiten elektronischen Meldesystems (Incident Reporting System – IRS) erfassen wir Unfälle und Ereignisse nach einheitlichen Vorgaben. Dokumentiert werden Personen- und Transportunfälle, Beinahe-Unfälle sowie Umweltereignisse und Stillstände, beispielsweise aufgrund von Unwettern oder Streiks. Wesentliche Vorkommnisse kommunizieren wir weltweit über unser Intranet und per Newsletter. Jedes Ereignis wird sorgfältig analysiert, um Maßnahmen abzuleiten, mit denen wir ähnliche Unfälle, betriebliche Störungen oder Beinaheereignisse künftig vermeiden können.

Ein Indikator für die Bewertung der Arbeitssicherheit ist die MAQ. Diese lag im Jahr 2013 bei 3,2 gegenüber 3,4 im Jahr 2012. Unsere Analysen haben ergeben, dass sich die Anzahl der Ausfalltage pro Unfall deutlich verringert hat. Dies weist auf eine abnehmende Unfallschwere hin. Den Rückgang der Unfallschwere können wir auf eine erhöhte Sensibilität unserer Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit zurückführen. Die Sensibilität wiederum ist durch eine verstärkte Präsenz des Themas Arbeitssicherheit im Jahr 2013 verbessert worden.

Arbeitsunfälle von LANXESS Mitarbeitern mit Ausfalltagen (MAQ)