(28) Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde. Anpassungen durch die Anwendung der überarbeiteten Fassung von IAS 19 sind im Abschnitt „Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen“ erläutert.

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt:

Ertragsteuern nach Herkunft
 
in Mio. € 2012 2013
     
Laufende Steuern – 118 – 17
Latente Steuern    
aus temporären Differenzen – 58 62
aus gesetzlichen Steuersatzänderungen 0 0
aus Verlustvorträgen 25 26
Ertragsteuern – 151 71
Vorjahreswerte angepasst.

Der ausgewiesene Steuerertrag des Geschäftsjahres 2013 von 71 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. € Steueraufwand) unterschied sich um – 5 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €) von dem erwarteten Steuerergebnis von 76 Mio. € (Vorjahr: – 208 Mio. €).

Für die Berechnung des erwarteten Konzernsteueraufwands wird der für die deutschen Gesellschaften zusammengefasste Ertragsteuersatz von 31,8 % (Vorjahr: 31,5 %) herangezogen. Er umfasst einen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Körperschaftsteuer) sowie die Gewerbesteuer.

In der nachfolgenden Aufstellung wird das erwartete Steuerergebnis in das effektiv ausgewiesene Steuerergebnis übergeleitet:

Überleitung tatsächliches Steuerergebnis
 
in Mio. € 2012 2013
     
Ergebnis vor Ertragsteuern 660 – 239
Ertragsteuersatz der LANXESS AG 31,5 % 31,8 %
Erwartetes Steuerergebnis – 208 76
Besteuerungsunterschied aufgrund von Differenzen zwischen lokalen Steuersätzen und dem hypothetischen Steuersatz 55 – 8
Steuerminderungen aufgrund    
steuerfreier Erträge sowie Reduzierung
steuerlicher Bemessungsgrundlagen
8 4
Nutzung nicht bilanzierter Verlustvorträge 0 0
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen – 11 – 7
Sonstige Steuereffekte 5 6
Tatsächliches Steuerergebnis – 151 71
Effektiver Steuersatz – 22,9 % 29,7 %
Vorjahreswerte angepasst.

Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:

Latente Steuerabgrenzungen
 
in Mio. € 31.12.2012 31.12.2013
         
  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
         
Immaterielle Vermögenswerte 14 55 11 52
Sachanlagen 3 160 32 119
Vorräte 27 3 20 3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2 44 8 24
Pensionsrückstellungen 153 0 157 0
Sonstige Rückstellungen 98 11 96 11
Verbindlichkeiten 39 3 28 3
Verlustvorträge 69 85
  405 276 437 212
davon langfristig 239 237 264 179
Saldierung – 194 – 194 – 183 – 183
  211 82 254 29
 

Die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ergibt sich folgendermaßen:

Veränderung latenter Steuerabgrenzungen
 
in Mio. € 2012 2013
     
Latente Steuerabgrenzungen zum 1. Januar 121 129
Aufwand/Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung – 33 88
Veränderungen Konzernkreis – 7 – 5
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 51 9
Währungsänderungen – 3 4
Latente Steuerabgrenzungen zum 31. Dezember 129 225
Vorjahreswerte angepasst.

Die im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern entfallen mit 6 Mio. € (Vorjahr: 69 Mio. €) auf Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und mit 3 Mio. € (Vorjahr: –18 Mio. €) auf Finanzinstrumente.

Latente Steueransprüche in Höhe von 75 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) beziehen sich auf Steuerrechtskreise, in denen im Geschäftsjahr 2013 oder im Vorjahr Verluste angefallen sind. Der LANXESS Konzern hat diesbezüglich Steuerplanungsrechnungen berücksichtigt bzw. übliche und realisierbare Steuerstrategien in Erwägung gezogen.

Von den gesamten Verlustvorträgen sind auf Basis der Steuerplanungsrechnungen und -strategien auf steuerlich voraussichtlich realisierbare Beträge von 292 Mio. € (Vorjahr: 225 Mio. €) aktive latente Steuern in Höhe von 85 Mio. € (Vorjahr: 69 Mio. €) angesetzt.

Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 192 Mio. € (Vorjahr: 182 Mio. €) wurden keine latenten Steuern gebildet. Hiervon sind 147 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €) theoretisch länger als fünf Jahre nutzbar. Es wurden im Geschäftsjahr 2013 auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 29 Mio. € (Vorjahr: 63 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Insofern blieben aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 52 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) sowie aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) unberücksichtigt.