Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres und wurden stetig angewendet. Hiervon ausgenommen sind Änderungen, die sich durch neue oder geänderte Rechnungslegungsvorschriften ergeben haben, die erstmals im Geschäftsjahr 2013 verpflichtend anzuwenden waren und auf die im Abschnitt „Angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen“ hingewiesen wird. Weiterhin erfolgt die Einbeziehung gemeinschaftlich geführter Unternehmen im LANXESS Konzern nicht mehr nach der Equity-Methode, sondern im Rahmen der Quotenkonsolidierung. Nähere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Berichterstattung zum Konsolidierungskreis“.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Geschäfts- und Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Software, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte von befristeter Nutzungsdauer sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, erfolgt linear über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr werden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Darüber hinausgehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden Zuschreibungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen. Die niedrigere dieser beiden Größen wird angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte von unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Etwaige Wertminderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertaufholungen von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht vorgenommen.

Kosten für intern entwickelte Software, die in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen, werden aktiviert. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit Fertigstellung der Software.

Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Unentgeltlich von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) oder einer vergleichbaren Behörde in anderen europäischen Ländern zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null aktiviert.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Das Neubewertungsmodell findet im LANXESS Konzern keine Anwendung. Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Gemäß IAS 36 werden solche Wertverluste anhand von Vergleichen mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Können diesen Vermögenswerten keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, werden die Wertminderungen anhand der Finanzmittelflüsse der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geprüft, der diese Vermögenswerte zuzurechnen sind. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die weder den fortgeführten Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn in der Vergangenheit kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, noch den aktuell erzielbaren Betrag übersteigen.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersversorgung und die freiwilligen sozialen Leistungen des Unternehmens.

Besteht die Verpflichtung, Sachanlagen zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder zurückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, wird der Barwert der hierfür anfallenden Zahlungen zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe eine Rückstellung passiviert.

Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden, direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden grundsätzlich sofort im Ergebnis erfasst. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Aufwendungen für Generalüberholungen wichtiger Großanlagen werden in Höhe der Kosten der Maßnahme als Teil der betreffenden Vermögenswerte selbstständig angesetzt und linear über den Zeitraum bis zur nächsten Generalüberholung abgeschrieben.

Sofern Sachanlagen aus wesentlichen Komponenten mit jeweils unterschiedlichem Zweck, unterschiedlicher Beschaffenheit oder unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten einzeln aktiviert und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Wenn Sachanlagen verkauft werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Ihnen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauern
 
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Betriebsvorrichtungen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Labor- und Forschungseinrichtungen 3 bis 5 Jahre
Tank- und Verteilungsanlagen 10 bis 20 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre
 

Leasing

Gemietete Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), werden in Übereinstimmung mit IAS 17 im Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstands unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrags zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist.

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Sie werden mit dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen ausgewiesen, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Bei einem Leasingverhältnis, das nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt (Operating-Leasingverhältnis), werden die Leasingraten als laufender Aufwand erfasst.

In den Sachanlagen sind auch vom LANXESS Konzern vermietete bzw. verleaste Vermögenswerte enthalten, soweit bei den zugrunde liegenden Verträgen kein Finanzierungsleasing vorliegt. Ist der Kunde jedoch als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen, wird in Höhe der abgezinsten zukünftigen Miet- bzw. Leasingzahlungen eine Forderung aktiviert.

Leasingverträge können in andere Kontrakte eingebettet sein. Besteht gemäß den IFRS-Regelungen eine Trennungspflicht für ein eingebettetes Leasing, so werden die Vertragsbestandteile separiert und nach den entsprechenden Regelungen bilanziert und bewertet.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Vertragsverhältnisse, die bei einer Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Hierzu zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen eingesetzt werden.

Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der LANXESS Konzern Vertragspartei der Finanzinstrumente wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Anrechte auf Zahlungen hieraus auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Erfüllungstag relevant.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wertminderungen werden berücksichtigt und über Wertberichtigungskonten erfasst.

Beteiligungen sowie langfristige Eigenkapitalinstrumente werden als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert und zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, es sei denn, der beizulegende Zeitwert ist nicht verlässlich bestimmbar. In diesem Fall erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt und einer möglichen Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital entsprechend den Vorschriften des IAS 28 angesetzt.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle anderen originären finanziellen Vermögenswerte werden als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert und grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern sie nicht der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen sind. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird so lange direkt im sonstigen Ergebnis erfasst, mit Ausnahme von Wertberichtigungen und von Gewinnen und Verlusten aus der Währungsumrechnung, bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird.

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Von der Möglichkeit, Finanzinstrumente bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten zu designieren, wurde kein Gebrauch gemacht.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Im LANXESS Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag als Vermögenswert oder Verbindlichkeit ausgewiesen. Aus der Zeitwertänderung resultierende Gewinne oder Verluste werden grundsätzlich im Ergebnis erfasst. Soweit Fremdwährungsderivate bzw. Warentermingeschäfte, die zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen abgeschlossen werden, den Anforderungen des Rechnungslegungsstandards hinsichtlich des Hedge Accountings genügen, werden die Wertänderungen dieser Derivate bis zur Realisierung des Ergebnisses aus den abgesicherten Grundgeschäften gesondert im sonstigen Ergebnis erfasst. Die hier erfassten Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis bzw. in den Herstellungskosten berücksichtigt. Diejenigen Teile der Zeitwertänderung des Derivats, die hinsichtlich des abgesicherten Risikos als ineffektiv angesehen werden, werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Die Zeitwertänderungen von Zinsderivaten, die der Absicherung von variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten dienen, werden, soweit die Anforderungen eines Cashflow-Hedge-Accountings erfüllt sind, ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Folgezeit zeitgleich mit der Ergebnisauswirkung der gesicherten Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsergebnis berücksichtigt.

Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf abgeschlossen und in diesem Sinne gehalten werden, werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte behandelt. Enthalten die Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden sind.

Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Nachfolgend werden die wesentlichen Methoden und Annahmen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten dargestellt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Buchwerte entsprechen daher den beizulegenden Zeitwerten. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter diskontiert.

Der beizulegende Zeitwert von Wertpapieren wird anhand von Marktpreisen zum Bilanzstichtag ohne die Berücksichtigung von Transaktionskosten ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird anhand abgezinster zukünftiger Zins- und Tilgungszahlungen berechnet.

Die Anleihen werden in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem börsenmäßig festgestellten und veröffentlichten Preis. Sollte für eine Anleihe kein liquider Marktpreis vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis beobachtbarer Inputfaktoren und unter Verwendung risikoadäquater Diskontierungszinssätze ermittelt.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr entspricht der Buchwert grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert. Alle anderen Verbindlichkeiten werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abgezinst.

Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht der beizulegende Zeitwert dem Barwert der Nettoleasingraten unter Berücksichtigung des Marktzinses für gleichartige Leasingverträge.

Die derivativen Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in einem aktiven und liquiden Markt gehandelt. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte resultieren ausschließlich aus Devisentermingeschäften und werden mit der „Forward“-Methode aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Im Falle fehlender Marktnotierungen erfolgt die Wertermittlung durch Einsatz anerkannter finanzmathematischer Berechnungsmethoden auf Basis beobachtbarer Marktdaten. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten auf Basis der jeweiligen Nettoposition berücksichtigt.

Vorräte

Unter den Vorräten sind diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen.

Darüber hinaus werden die Kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale Einrichtungen des Betriebs sowie für freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens einbezogen, soweit sie dem Herstellungsbereich zuzuordnen sind. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen.

Die Produkte werden nicht im Rahmen langfristiger Fertigungsprozesse hergestellt. Daher werden Fremdkapitalkosten, die im Laufe der Produktion anfallen, nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten einbezogen.

Aufgrund der Produktions- und Absatzgegebenheiten im LANXESS Konzern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Finanztitel mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt, werden wegen ihrer hohen Liquidität ebenfalls hierunter ausgewiesen.

Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte werden, soweit wesentlich, als „zur Veräußerung bestimmt“ ausgewiesen, wenn ihre Veräußerung sehr wahrscheinlich und im gegenwärtigen Zustand möglich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um ganze Unternehmensbereiche handeln. Eine Veräußerungsgruppe kann auch Schulden beinhalten, wenn diese Schulden zusammen mit den Vermögenswerten im Rahmen der Transaktion abgegeben werden.

Vermögenswerte, die als „zur Veräußerung bestimmt“ klassifiziert worden sind, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich identifizierbarer Veräußerungskosten, sofern dieser Wert niedriger als der Buchwert ist.

Rückstellungen

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen erfolgen nach IAS 37, gegebenenfalls auch nach IAS 19 und IFRS 2, mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit wesentliche Rückstellungen erst nach mehr als einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. -zeitpunkte möglich ist, wird für den langfristigen Anteil der entsprechende Barwert durch Abzinsung ermittelt und zurückgestellt. Soweit die Veränderung der Rückstellung aus dem Näherrücken des Erfüllungszeitpunkts resultiert (Zinseffekt), wird der entsprechende Aufwand im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Effekt in den Ergebnisbereichen erfasst, in denen ursprünglich die Bildung der Rückstellung erfolgte.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Der Rückstellungsbewertung liegt der mithilfe der Anwartschaftsbarwertmethode (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelte versicherungsmathematische Barwert der jeweiligen Verpflichtung zugrunde. Hierbei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die erwartete Einkommens- und Rentenentwicklung berücksichtigt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden vollständig im sonstigen Ergebnis der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden in einer nachfolgenden Berichtsperiode nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Zu den Personalrückstellungen gehören vor allem Jahressonderzahlungen und Zahlungen aus mehrjährigen Vergütungsprogrammen sowie sonstige Personalkosten.

Die anteilsbasierten Mitarbeitervergütungsprogramme (Long Term Incentive Plan – LTIP und Long Term Stock Performance Plan – LTSP) sehen einen Barausgleich vor. Verpflichtungen hieraus werden durch Rückstellungen berücksichtigt, deren Höhe dem beizulegenden Zeitwert des jeweils erdienten Anteils der Zusagen an die Mitarbeiter entspricht. Der beizulegende Zeitwert wird mithilfe der Monte-Carlo-Simulationstechnik ermittelt. Hierbei werden zukünftige Renditen simuliert und der Wert der gewährten Anrechte als zu erwartender Ausschüttungsbetrag ermittelt. Es wird eine zweidimensionale Normalverteilung der Renditen unterstellt. Der beizulegende Zeitwert der Anrechte wird zeitanteilig über die Sperrfrist (Erdienungszeitraum) als Rückstellung erfasst.

Der LANXESS Konzern bildet auch Rückstellungen für laufende oder wahrscheinliche Rechtsstreitigkeiten, wenn diese angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen decken alle geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Die zurückgestellten Beträge werden aufgrund von Mitteilungen und Kostenschätzungen der Anwälte des Unternehmens ermittelt. Solche Rückstellungen werden regelmäßig zusammen mit den Anwälten des Unternehmens überprüft und angepasst.

Eventualverbindlichkeiten

Bei Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Sie werden in der Bilanz – soweit nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses anzusetzen – nicht erfasst.

Verbindlichkeiten

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Von Dritten gewährte Zuwendungen für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte aufgelöst und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Umsatzerlöse und sonstige Erlöse

Umsatzerlöse – nach Abzug von Verkehrssteuern und Erlösschmälerungen – werden als realisiert betrachtet, sobald die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde. Dies ist bei Liefergeschäften dann der Fall, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen. Darüber hinaus müssen der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich sowie die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein.

Kundenrabatte werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt. Erlöse wie z. B. Lizenzeinnahmen, Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden, die einem späteren Geschäftsjahr zuzurechnen sind, werden abgegrenzt.

Langfristige Fertigungsaufträge liegen im LANXESS Konzern nicht vor. Insofern wird die Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad nicht angewendet.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen zu aktivieren. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Da die Entwicklung und Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren aber häufig mit Unsicherheiten verbunden ist, sind die Bedingungen für eine Aktivierung von Entwicklungskosten in der Regel nicht erfüllt.

Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde.

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten und -rückstellungen umfassen sowohl das jeweilige Geschäftsjahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren.

Gemäß IAS 12 werden latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Konzern- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf realisierbare steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Der Buchwert latenter Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und nur in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um die latenten Steueransprüche zu nutzen. Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen werden berücksichtigt, soweit es wahrscheinlich ist, dass die Verlustvorträge nutzbar sind.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des LANXESS Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die Zahlungsströme aus der operativen Tätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und um Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen bereinigt und sind somit nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableitbar.

Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen werden als Abfluss aus investiver Tätigkeit gezeigt. Sie wurden gekürzt um von Dritten hierfür gewährte Zuwendungen. Investitionen im Rahmen von Finanzierungsleasing sowie aktivierte Fremdkapitalkosten sind nicht enthalten. Eine Vergleichbarkeit mit den Investitionen des Anlagespiegels ist insoweit nicht gegeben.

Die Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit gezeigt. Auszahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasingnehmer ist, werden als Abfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen, während Einzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, in denen LANXESS Leasinggeber ist, als Zufluss aus investiver Tätigkeit gezeigt werden.

Zahlungen für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen werden der operativen Tätigkeit zugeordnet.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb bzw. Verkauf von Tochterunternehmen und anderen Geschäftseinheiten gezahlte Kaufpreise (bzw. erhaltene Verkaufspreise) werden abzüglich erworbener (bzw. abgegebener) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Bereich der investiven Tätigkeit gezeigt.

Erhaltene Zinsen und Dividenden werden in den Zahlungsströmen aus investiver Tätigkeit ausgewiesen. Gezahlte Zinsen und Dividenden werden im Bereich der Finanzierungstätigkeit berücksichtigt.

Vorgehensweise und Auswirkungen der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten wird im LANXESS Konzern zunächst analysiert, inwieweit Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine mögliche Wertminderung von Vermögenswerten bzw. Wertaufholung wertgeminderter Vermögenswerte hinweisen. Sofern sich hierbei Anzeichen ergeben, dass Vermögenswerte wertgemindert bzw. Zuschreibungen wertgeminderter Vermögenswerte erforderlich sein könnten, werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Diese Werthaltigkeitsprüfungen werden im LANXESS Konzern mindestens einmal jährlich durchgeführt.

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, werden einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Hierbei werden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, einschließlich der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte, dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt.

Grundsätzlich werden die strategischen Geschäftseinheiten (Business Units) des LANXESS Konzerns als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Sollten jedoch Anzeichen für Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten vorliegen, die auf einer Ebene unterhalb der Business Units angesiedelt sind, werden auch für diese Vermögenswerte Werthaltigkeitsprüfungen und, wenn erforderlich, aufwandswirksame Wertminderungen vorgenommen.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs und dem Nutzungswert. Ist der Restbuchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag, liegt in Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten des Abgangs stellt zum jeweiligen Überprüfungszeitpunkt die bestmögliche Schätzung des Erlöses dar und ist der Betrag, der durch den Verkauf der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Der Nutzungswert ist definiert als der Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung eines Vermögenswerts und dessen Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Die Prüfung der Werthaltigkeit wird in einem ersten Schritt nach dem Verfahren des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs durchgeführt. Sofern der hierbei ermittelte Betrag den Restbuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet, erfolgt eine Beurteilung des Nutzungswerts. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, welches der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zuzurechnen ist (vgl. Anhangangabe [35] Abschnitt „Bewertung zum beizulegenden Zeitwert“).

Die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten des Abgangs basiert auf einer Prognose der künftigen Zahlungsströme. Dieser Prognose liegen Einschätzungen hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds einschließlich Annahmen über die künftigen Rohstoffpreise, Funktionskosten und Wechselkurse sowie die Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit zugrunde. Erweiterungsinvestitionen und deren zukünftige Zahlungsströme werden im Rahmen dieser Einschätzungen mit berücksichtigt. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts wird ebenfalls eine Prognose der künftigen Zahlungsströme vorgenommen. Hierbei finden noch nicht begonnene Erweiterungsinvestitionen und deren zukünftige Mittelzu- und -abflüsse keine Berücksichtigung. Die Prognosen umfassen in der Regel einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme werden diese mit einem gewogenen Kapitalkostensatz abgezinst. Der Kapitalkostensatz ergibt sich gemäß IAS 36 unter Anwendung kapitalmarktorientierter Modelle und durch Berücksichtigung einer branchenspezifischen Kapitalstruktur sowie branchenspezifischer Geschäftsrisiken der Chemieindustrie.

Wenn im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung die Höhe von aufwandswirksamen Wertminderungen ermittelt wurde, so wird im ersten Schritt ein vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert der betroffenen strategischen Geschäftseinheit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen langfristigen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit entsprechend den den Werthaltigkeitsprüfungen zugrundeliegenden Restbuchwerten verteilt. Hierbei werden die unterhalb der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegenden langfristigen Vermögenswerte auf ihren erzielbaren Betrag hin beurteilt und eine Verlustverteilung nur bis zur Höhe des erzielbaren Betrages dieser Vermögenswerte vorgenommen. Ein übersteigender Wertminderungsaufwand, der diesen Vermögenswerten darüber hinaus zugeordnet worden wäre, wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden in voller Höhe erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und in der Segmentberichterstattung in den jeweiligen Segmentaufwendungen ausgewiesen.

Die Ergebnisse der weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen des Geschäftsjahres 2013 werden im folgenden Abschnitt erläutert.